Donnerstag, 11. Mai 2017

Interview: Kim Leopold


Heute mit der Autorin: KIM LEOPOLD



Hi! Mein Name ist Kim, ich bin 24 Jahre alt und wohne im schönen Münsterland. Bücher schreiben und alles, was dazu gehört, war schon immer meine Leidenschaft. Während meines Studiums begann ich mit dem Bloggen, zunächst auf www.allthesespecialwords.de und später dann auf www.kimleopold.de, und stellte schnell fest, dass mir der künstlerische Teil am meisten Spaß macht. 2015 erschien mein erstes Buch als Blogroman unter dem Titel „Love, Kiss, Cliff“, das ich im Folgejahr als Self-Publisherin auf dem Markt brachte. Dieses Jahr hat der Amrûn Verlag meine How-to-Be-Happy-Reihe aufgekauft und bringt sie nun mit neuen Titeln raus. Wenn ich nicht schreibe oder irgendetwas tue, was mit meinen Büchern zutun hat, gestalte ich Cover und Blogbanner für www.ungecovert.de oder genieße die Zeit mit meinem Freund und meinem Kater Filou.

 

Bereits erschienen...




Ich habe der lieben Kim ein paar Fragen gestellt! Lest hier ihre Antworten! 



Mrs.BookNerd: 
Fangen wir mit einer einfachen Frage an. Wie bist du zum schreiben gekommen? Gab es ein bestimmtes Ereignis?
Kim Leopold: 
An einen genauen Moment kann ich mich nicht erinnern. Das Schreiben gehörte einfach schon immer dazu. Meine erste richtig lange Geschichte hat auf Rhodos gespielt, die hab ich geschrieben, als ich in der 6. oder 7. Klasse war. Ich warte heute noch auf das Feedback meines Deutschlehrers, der die Geschichte eigentlich lesen wollte … Wahrscheinlich wollte er mir nicht sagen, dass ich mich lieber auf Mathe konzentrieren soll. ;)
Mrs.BookNerd: 
Woher nimmst du die Ideen für deine Bücher?
Kim Leopold:
Ich reise viel und gerne und lasse mich dabei inspirieren. Meine Geschichten spielen fast alle an Orten, die ich schon bereist habe oder die mich auf die ein oder andere Weise verzaubern konnten. Alle anderen Ideen kommen ständig, unter der Dusche, abends im Bett, wenn ich unterwegs bin und nichts zum Schreiben dabei habe … Oder - und das ist mein Liebling - wenn ich mitten in einem Projekt stecke und wirklich keine Zeit für Idee 368 habe. :D
Mrs.BookNerd: 
Schreibst du deine Bücher in einem Rutsch oder hast du immer so Phasen wann du schreibst?
Kim Leopold:
Das ist unterschiedlich. Ich habe auf jeden Fall Phasen, in denen ich schreibe und Phasen, in denen ich alles andere mache, was sonst so zu meinem Leben gehört. Trotzdem reichen meine Schreibphasen meistens nicht aus, um ein Buch zu beenden. Ich würde also sagen, ich schreibe in großen Blöcken und lasse wenig Zeit dazwischen, damit sich mein Schreibstil nicht zu sehr verändert und ich nicht wieder die Hälfte vergessen habe. Mittlerweile gestaltet sich das allerdings etwas schwieriger, weil ich mich neben ungecovert auch noch um so viele andere Projekte kümmern muss. Es wird zunehmend schwerer, sich mal ein paar Tage nur zum Schreiben freizunehmen.
Mrs.BookNerd: 
Kannst du uns das Gefühl beschreiben das du hattest als du dein erstes Buch beendet hast?
Kim Leopold:
Es ist jedes Mal wieder aufregend, endlich das Wörtchen „Ende“ unter ein Manuskript zu schreiben. Nach all dem Schweiß und den Tränen ist man erleichtert und glücklich, das man bis zum Schluss durchgehalten hat. Aber das Wörtchen „Ende“ trügt. Nach dem Schreiben kommt die richtige Arbeit: das Korrigieren und Bewerben. Mein erstes Buch ist im April 2016 in der Erstauflage erschienen und ich habe heute wieder einen großen Schwung Goodies dafür zur Post gebracht. Im Moment unterliege ich immer noch der Illusion, irgendwann wäre das alles vorbei. Aber insgeheim glaube ich doch, dass man eigentlich nie fertig wird. ;)
Mrs.BookNerd: 
Aus deinem ersten Buch „Love, Kiss,Cliff“ wurde nun „Liliennächte“. Und aus der Protagonistin „Meredith“ wurde „Lilian“ Wieso der Titel und Namens Wechsel?
Kim Leopold:
Die Zusammenarbeit mit dem Amrûn Verlag hat mir die Möglichkeit geboten, einige Fehler auszubügeln, die ich mit meinen Self-Publishing-Versuchen gemacht habe. Die ersten Cover waren zum Beispiel nicht wirklich Genre-treu, so dass meine Bücher es schwer hatten unter all den anderen tollen Geschichten aufzufallen. Genauso ist es auf dem deutschen Buchmarkt nicht unbedingt die schlauste Idee, englische und deutsche Titel abzuwechseln. Deshalb haben wir einige Stunden Zeit aufgewendet, um Titel für die Bücher zu finden, die mich glücklich machen. Um das Blumenschema durchzubringen, mussten wir allerdings den Namenswechsel in Kauf nehmen. Aber das habe ich sehr gerne gemacht, denn bei meiner ersten Lesung ist mir aufgefallen, wie unklug der Name „Meredith“ gewählt war. ;D 
Mrs.BookNerd: 
War es schwer für dich den Titel & den Namen zu ändern? Immerhin war es dein erstes Buch! 
Kim Leopold:
Überhaupt nicht! Ich bin sowieso ein recht unkomplizierter Mensch und die Erfahrungen beim Vorlesen mit dem Namen waren nicht besonders angenehm. So war der Wechsel zum Verlag die willkommene Möglichkeit, alles anzupassen, was mich persönlich gestört hat.
Mrs.BookNerd: 
Deine Geschichten spielen in verschiedenen Ländern. Verbindest du etwas mit diesen Orten? 
Kim Leopold:
„Liliennächte“ und „Vergiss mein nicht“ spielen in New York. Es gibt keine atemberaubendere Stadt auf der Welt - zumindest nicht von denen, die ich bisher gesehen habe. Ich habe dort meinen 16. Geburtstag verbracht und musste stundenlang mit meinen Eltern durch die Stadt rennen, um dann abends in Little Italy eine Pizza zu genießen. Es war traumhaft und ich würde gerne nochmal dahin zurückkehren. „Ascheblüte“ dagegen spielt zu einem Großteil in Irland. Dieses Land habe ich vorletztes Jahr zusammen mit meinem Freund bereist. Es gab nur uns beide, das Zelt und die tonnenschweren Rucksäcke - außerdem jede Menge freundliche Menschen, grandioses Wetter und Landschaft, die das Herz erfreut. Wie viel wir aus dem Buch tatsächlich selbst erlebt haben, bleibt mein kleines Geheimnis. Aber aufgrund dieser Reise - und dem Heiratsantrag auf den Cliffs of Moher - bedeutet mir „Ascheblüte“ wahnsinnig viel. :)
Mrs.BookNerd: 
Deine neuen Cover sind wahnsinnig schön! Hast du sie selbst gestaltet? 
Kim Leopold:
Danke! :) Ja, die habe ich selbst gestaltet. Mittlerweile bin ich selbstständige Coverdesignerin und mache auch für andere Autoren Traumcover. ;)
Mrs.BookNerd: 
Wie und wo kannst du am besten schreiben? 
Kim Leopold:
In meinem Lesesessel mit einer Tasse Cappuccino und dem Kater an meinen Füßen - so entlockt man mir die schönsten Worte.
Mrs.BookNerd: 
Hast du neben deinen Liebesromanen auch mal etwas anderes geschrieben? 
Kim Leopold:
Früher habe ich fast nur Fantasy geschrieben. Mit „Love, Kiss, Cliff“ wollte ich mal etwas „Entspannendes, Unkompliziertes“ schreiben. Dass ich mich nun Liebesromanautorin schimpfen kann, hätte ich vor ein paar Jahren auch noch nicht gedacht. Fantasy ist damit aber nicht vorbei - das nächste Projekt steht schon in den Startlöchern. ;)
Mrs.BookNerd:
Was machst du in deiner Freizeit? (Also neben dem schreiben!) 
Kim Leopold:
Freizeit? Kenn ich nicht! :D Wenn ich mal Zeit habe bzw. beschließe, mal eine Pause einzulegen, lese ich, gucke Serien oder fülle mein Bullet Journal. Manchmal krieg ich auch einen Aufräumkoller und miste die ganze Wohnung aus. Sport gehört phasenweise auch zu meinem Leben, aber das sehe ich ganz ehrlich nicht als Freizeit an. Abgesehen davon treffe ich mich oft mit meinen Freunden oder mache eine Auszeit bei meiner Familie. Besonders aufregend ist mein Leben abseits der Arbeit nicht, aber das ist auch gut so
Mrs.BookNerd:
Wie sieht dein Alltag als Autorin so aus? 
Kim Leopold:
Nun, das kommt immer ganz drauf an, was gerade so ansteht. Unter der Woche starte ich um 8 Uhr am Schreibtisch, um an Aufträgen für ungecovert zu arbeiten, E-Mails zu beantworten und alles organisatorische zu regeln. Nach der Mittagspause wird gelernt. Gerade übe ich mich zum Beispiel in InDesign und versuche, mir etwas über Finanzen und Investment beizubringen. In der Online-Community nennt man das autodidaktisches Lernen - ich nenne das: lernen, was ich wirklich brauche und was ich wirklich können will. Im Anschluss daran arbeite ich an Sachen, die mit meinen eigenen Büchern zu tun haben. Meistens ist das Schreiben, gerade bin ich aber oft mit dem Basteln von Goodies für die anstehenden Veröffentlichungen beschäftigt.
Mrs.BookNerd:
Kommst du trotzdem nebenbei zum lesen? was war das letzte Buch was du verschlungen hast? 
Kim Leopold:
Selten. Es wird leider immer schwieriger, die Zeit und Ruhe dafür zu finden. Dabei finde ich das so wichtig, denn Lesen fördert ja das Sprachgefühl und beeinflusst den Schreibstil enorm. Wann immer ich merke, dass ich mit meinen Sätzen nicht zufrieden bin, mache ich eine Zwangspause und lese, um wieder zurückzufinden. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, ist „Strike oder Die Unwahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden“ von Katharina Wolf. Eine sehr zu empfehlende Liebesgeschichte mit Roadtrip-Gefühlen. ;)
Mrs.BookNerd:
Gibt es einen Autor/eine Autorin den/die du als Vorbild hast? 
Kim Leopold:
Jede Menge, ehrlich, mein Bücherregal steht voll mit inspirierenden Persönlichkeiten. Besonders beeindruckt hat mich übrigens Laura Labas, die in einem Jahr so unglaublich viele Geschichten schreiben kann. Ihr Enthusiasmus fürs Schreiben motiviert mich immer wieder aufs Neue.
Mrs.BookNerd:
Welche Buchpläne hast du für die Zukunft?
Kim Leopold:
Die „How-to-Be-Happy“-Reihe bekommt auf jeden Fall noch ein viertes Buch - für ein fünftes und eine Kurzgeschichtensammlung wären auch genügend Ideen da, aber nach dem vierten Buch haben erstmal andere Projekte Vorrang. Da wäre zum Beispiel mein Sommerroman, den ich bald fertigstellen möchte, um dafür ein Zuhause zu suchen, und mein Fantasyprojekt, das schon ganz laut nach Aufmerksamkeit schreit. :)

Die Autorin ganz Privat:

1.Lieblingsbuch: Ugly Love von Colleen Hoover.
2.Lieblingsautor: Sarah J. Maas und viele weitere.
3.Lieblingsgenre: Young/New Adult
4.Lieblingsfilm: Love, Rosie
5.Lieblingsserie: aktuell One Tree Hill
6.Buch oder e-book?: Buch
7.hund oder Katze?:  Beide!
8.Kaffee oder Tee?: Cappuccino ;)


DAS SCHLUSSWORT DER AUTORIN! 

Schreiben bedeutet für mich, Menschen für ein paar Stunden von ihren Sorgen zu befreien. Und wenn es nur ein einziger Mensch wäre, den ich mit meiner Geschichte glücklich gemacht hätte: dafür schreibe ich!